8. Juni 2018

„Im Handwerk zu arbeiten, ist cool!“

Unter der Leitfrage „Und? Was hast du heute gemacht?“ ruft das Handwerk ab 8. Juni wieder ganz Deutschland zur Auseinandersetzung mit beruflicher Erfüllung auf. Stellvertretend für die Handwerksgemeinschaft stehen die drei Persönlichkeiten der neuen Handwerksmotive zu diesem Thema Rede und Antwort. 

Ihre Karrieren könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch die neuen Gesichter der Handwerkskampagne haben eins gemeinsam: Die 25-jährige SHK-Anlagenmechanikern Sandra Hunke, der Maler und Lackierer Christoph Hanke (36) und Tischler-Lehrling Daniel Otte (33) haben ihre berufliche Erfüllung im Handwerk gefunden, zum Teil auch über Umwege. Im Juni zeigen die Drei bundesweit auf den neuen Handwerksmotiven der Öffentlichkeit den Moment, in dem sie die Zufriedenheit im Beruf am intensivsten spüren.

 

Worin für sie Erfüllung im Beruf besteht, darüber haben sie vorab mit uns gesprochen – in drei Fragen, drei Antworten.

 

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Sandra Hunke (25), SHK-Anlagenmechanikerin aus Schlangen, Nordrhein-Westfalen

Das Handwerk sensibilisiert in diesem Jahr für das Thema „Berufliche Erfüllung“. Was ist für Sie das Erfüllende am Handwerk?

Es kommt keine Langeweile in meinem Beruf auf. Ich lerne täglich Neues, das ist spannend.


Ihre alltäglichen Momente der Erfüllung im Beruf zeigen Sie auf den Handwerksmotiven – welche ganz besonderen Momente haben Sie bereits in Ihrem Handwerk erlebt?

Das Besondere im Handwerk ist, dass der Beruf Türen öffnen kann und Perspektiven schafft. In meinem Fall ist es vielleicht etwas ungewöhnlich: Ich bin über die Miss-Handwerk-Wahl zum Modeln gekommen und kann beide Berufe ausüben.


Im Juni sind Sie als Stellvertreterin für Ihre Handwerkskollegen bundesweit zu sehen. Warum machen Sie bei der Imagekampagne mit?

Zusammen mit der Imagekampagne möchte ich dem Nachwuchs auch zeigen: Im Handwerk zu arbeiten, ist cool!

 

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Christoph Hanke (36), Maler und Lackierer aus Halle (Saale), Sachsen-Anhalt

Was ist für Sie das Erfüllende am Handwerk?

Für mich ist die einzigartige Verbindung zwischen der Arbeit und dem optisch wahrnehmbaren Ergebnis das Erfüllendste: Man sieht, was man geschaffen hat. Als Maler habe ich zudem das Glück, dass die Resultate auch nach Jahren noch sichtbar sind. Das macht stolz. Warum haben wohl Handwerker trotz viel Arbeit seltener einen Burn-out als Menschen in anderen Berufen? Weil sie Erfüllung bei ihrer Arbeit spüren.


Welche ganz besonderen Momente haben Sie bereits in Ihrem Handwerk erlebt?

Das historische Landgericht in Halle zu restaurieren, war eine ganz besondere, aufwendige Aufgabe. So eine Restauration kommt nur alle paar Hundert Jahre vor. Das vergisst man nicht so schnell.


Warum machen Sie bei der Imagekampagne mit?

Das Handwerk leidet unter dem Fachkräftemangel, das liegt auf der Hand. Wir müssen dem Nachwuchs deutlich machen, dass man in dieser Branche große Entwicklungschancen hat. Ich mache bei der Imagekampagne mit, weil das Handwerk ein großer, wichtiger Teil der Wirtschaft ist. Darauf kann man stolz sein.

 

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Daniel Otte (33), Tischler-Lehrling aus Berlin

Was ist für Sie das Erfüllende am Handwerk?

Am Ende etwas Handfestes zu haben und zu sehen, wie aus der Kreativität etwas entstanden ist – das hat mir bei meinem vorherigen Job in der Medienbranche gefehlt. Deswegen wagte ich mit Anfang 30 einen beruflichen Neuanfang und begann eine Ausbildung zum Tischler.


Welche ganz besonderen Momente haben Sie bereits in Ihrem Handwerk erlebt?

Für mich ist es jedes Mal aufs Neue ein besonderer Moment, wenn ich herausfinde, wie etwas funktioniert, und dadurch meine Vorstellungen in etwas Reales verwandeln kann. Ein Erfolgserlebnis war beispielsweise eine selbstgebaute Schablone für den Dickenhobel, mit deren Hilfe ich verjüngte Tischbeine für einen Nachtschrank schnell und einfach herstellen konnte. Auf diese wertvolle Erfahrung kann ich nun auch bei dem Bau meines Gesellenstückes zurückgreifen.


Warum machen Sie bei der Imagekampagne mit?

Ich möchte zeigen, dass ich Handwerker aus Leidenschaft und stolz auf meine Arbeit bin. Vielleicht kann ich so auch andere dazu anregen, sich bei der Berufswahl eher von ihren Interessen als von äußeren Einflüssen leiten zu lassen.

Sandra Hunke, Christoph Hanke und Daniel Otte sind vom 8. bis 21. Juni auf den bundesweiten Plakaten zu sehen, flankiert von Infoscreens und Busbeklebungen (1. bis 30. Juni). Zudem ruft das Handwerk über Online- und Social-Media-Aktionen junge Menschen zur Auseinandersetzung mit dem Thema „Berufliche Erfüllung“ auf. Weitere Informationen unter handwerk.de.




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