Infos für Betriebe

TSCHÜSS STELLENANZEIGE. HALLO FACEBOOK!

Beim Austausch mit der jungen Generation setzt Malermeister Thomas Engler aus Schleswig-Holstein auf Facebook. Er weiß: Klassische Anzeigen erreichen Jugendliche kaum noch. Man gewinnt sie mit Unterhaltung – in der digitalen Welt.

„Ich poste eigentlich jeden Tag etwas. Das plane ich nicht lange, es passiert meistens ganz spontan“, sagt Thomas Engler. Was kommt dabei raus? Fotos einzelner Arbeitsschritte. Eine Videobotschaft an seine Frau und Kolleginnen zum Weltfrauentag. Oder ein lustiges Stellengesuch in Jugendsprache. Das Handwerk zum Anfassen: persnlich, lustig und authentisch. Das ist Englers Rezept. Zahlreiche Smileys und Kommentare wie „Sehr sympathisch. Die Welt braucht mehr Chefs wie Sie!“ zeigen: Seine Veröffentlichungen kommen gut an beim Nachwuchs.

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Der Kontakt zu Bewerbern startet bei Facebook

„Leider bekommen wir grundsätzlich immer weniger Bewerbungen. Doch die, die wir erhalten, haben ihren Ursprung bei Facebook“, erklärt der Malermeister. „Hier gucken die jungen Menschen rein, wenn sie nach spannenden Betrieben für ein Praktikum und eine Ausbildung suchen.“ Nach dem ersten Kennenlernen über den Chat bittet er die Jugendlichen, ihm eine Kurzbewerbung per E-Mail zu schicken. Der Kontakt beginnt bei Facebook und wird dann offline bei einem persönlichen Gespräch weitergeführt. Schnell und unkompliziert!

Junge Menschen auf Facebook sind die Kunden von morgen

Engler sieht in Facebook aber nicht nur Potenzial für die Nachwuchssuche. „Die jungen Menschen sind auch meine Kunden von morgen“, sagt er. „Denn auch sie kommen irgendwann in das Alter, in dem sie keine Lust mehr haben, selbst zu renovieren. Und wenn sie bei Facebook einen Maler in ihrer Region suchen, bin ich schon da!“
Facebook, Instagram, YouTube und Co.: Das Potenzial, in den sozialen Netzwerken neue Kollegen zu gewinnen, ist groß. Doch warum scheuen viele Handwerksbetriebe sie nach wie vor? „Ich denke, viele Handwerker haben Angst vor dem zeitlichen Aufwand oder finden Facebook albern“, sagt er. „Doch in meinen Augen gibt es dafür keinen Grund. Facebook ist eine moderne Plattform, auf der man für sich und seine Dienstleistung werben kann.“

Sechs Tipps für eine erfolgreiche Kommunikation auf Facebook:

  • Verstellen Sie sich nicht. Bleiben Sie authentisch.
  • Der Kontakt untereinander ist locker. Man sagt gern „Du“ zueinander.
  • Reagieren Sie schnell auf Kunden- oder User-Anfragen (max. 24 Stunden).
  • In der Kürze liegt die Würze. Romane gibt es im Buchhandel zu kaufen.
  • Nur Texte zu veröffentlichen ist langweilig. Finden Sie den idealen Mix zwischen Texten, Fotos und Videos.
  • Lassen Sie sich von der Generation Facebook helfen. Ihre jungen Mitarbeiter haben ganz sicher kreative Ideen für den nächsten Beitrag.

Sie haben selbst Lust zu zeigen, wie Sie junge Menschen für das Handwerk gewinnen? Wir freuen uns über eine Kurzvorstellung Ihrer Aktivitäten. Bitte schicken Sie sie an: infosfuerbetriebe@handwerk.de (Ihre Ansprechpartnerin: Denise Carstensen)

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