Ich hab was Besseres vor!

Mach das, wofür dein Herz schlägt.

Du willst früh auf eigenen Beinen stehen, Verantwortung übernehmen oder sogar dein eigener Chef sein? Und du willst das tun, was in dir steckt? Dann folge deiner Leidenschaft und finde dein Glück im Handwerk. So wie die jungen Handwerker, die diesen Weg bereits erfolgreich gegangen sind. Sie sind die Gesichter der Kampagne 2016.


Anne
Orthopädietechnik-Mechanikerin

„Wenn ich lange an einem Projekt arbeite, ist die Zufriedenheit des Kunden meine Belohnung.“


Die 30-jährige Anne hat ein Medizinstudium abgeschlossen – sich dann aber für eine Ausbildung zur Orthopädietechnik-Mechanikerin entschieden. "Ich kann Probleme mit Technik lösen, indem ich die richtigen Materialien auswähle und das Hilfsmittel an meinen Patienten anpasse – ganz individuell."


Neben handwerklichem Talent ist auch Sozialkompetenz und Einfühlungsvermögen wichtig. In der Werkstatt arbeitet man an den Produkten und optimiert sie. "Es freut mich sehr, wenn Patienten zufrieden sind. Das macht mich glücklich."



Frieda
Buchbinderin

„Mit meinem Handwerk sammle ich Auslandserfahrungen.“


Buchbinderin Frieda (23) fand im Handwerk ihre Berufung, die ihr jetzt die Erfüllung eines Lebenstraums ermöglicht: eine lange Reise.


Drei Jahre lang will Frieda unterwegs sein und an verschiedenen Orten arbeiten. Ganz traditionell in der blauen Kluft der Buchbinder und nach den Regeln der Walz. Der Sinn ist, auf Menschen zuzugehen und sich offen zu zeigen.


"In Büchern steckt unglaublich viel Wissen, Kreativität und Leidenschaft. Als Buchbinder konserviert man all das und macht es vielen Menschen für lange Zeit zugänglich. Es ist kein altmodischer, sondern ein sehr ästhetischer Beruf."



​Vanessa
Sattlerin

„Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.“


Vanessa liebt ihren Beruf als Sattlerin. Durch ihr eigenes Pferd hatte sie bereits Kontakt zu Sattlern. Das gab ihr einen Einblick in den Beruf. Es gefiel ihr sofort, individuelle Sattel bzw. individuelle Trensen für jedes Pferd herzustellen.


„Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Eine Tätigkeit im Büro kann ich mir nicht vorstellen, das wäre mir nicht abwechslungsreich genug. An meinem Beruf liebe ich, dass ich kreativ sein kann.“


Mit ihrem Beruf ist sie heute nicht nur glücklich, sondern auch erfolgreich. Derzeit verantwortet sie als Abteilungsleiterin den Bereich Trensen und Zubehör. Für die Zukunft hat Vanessa weitere Pläne: Sie will ihren Meister machen.



Johannes Schroeter-Behrens
Stuckateur

„Ran an die Fassade!“


Vor seiner Ausbildung zum Stuckateur studierte Johannes Ur- und Frühgeschichte. Er stellte jedoch bald fest, dass er nicht für einen Bürojob geschaffen ist. Er wollte lieber etwas Handwerkliches machen. Ihn interessierte der Bereich Restaurierung, daher überlegte Johannes nach dem Studium, welche Handwerksberufe es in diesem Bereich gibt.


Als Stuckateur erschafft und restauriert er Schmuckelemente an Fassaden und Innenräumen, setzt Ideen von Architekten um, gestaltet aber auch selbst Elemente, und verschönert so nicht nur Gebäude, sondern trägt auch zu ihrem Schutz bei.



Nico
Brauer

„Wenn ich sage, dass ich Brauer bin, sind alle sofort begeistert und interessiert.“


Der 27-jährige Nico lebt den Traum vieler Jugendlicher – er braut Bier. Zunächst hatte er vor, das Brauwesen-Studium zu absolvieren. Um den Beruf aber von Grund auf zu lernen, entschied er sich lieber für die Ausbildung. Auf seine abgeschlossene Lehre will er jetzt sogar noch den Meister draufsetzen.


Sechs- bis achtmal in der Woche wird gebraut. Aber den „typischen Tag” gibt es nicht, der Beruf ist sehr abwechslungsreich. Und manchmal sitzt er nach Feierabend mit seinen Kollegen zusammen und trinkt ein Feierabendbier. Nicht immer das eigene, gerne auch Biere anderer Produzenten. Um sie zu vergleichen.



Johannes
Metallbauer

„Das Handwerk bietet so viele Möglichkeiten.“


Johannes (28) entschied sich nach dem Konstruktionsmechaniker für eine zusätzliche Ausbildung zum Metallbauer mit der Fachrichtung Metallgestaltung; denn er wollte unbedingt noch die hohe Kunst des Schmiedens lernen.


In seinem Beruf geht es um Millimeterarbeit, kreatives Arbeiten, nicht nur im künstlerischen Sinne, sondern auch beim Finden von Lösungsansätzen.


"Wenn ihr Bock aufs Handwerk habt, macht es aber richtig. Sucht euch euren Betrieb genau aus, geht auf die Walz, sammelt Erfahrungen. Nur wenn ihr viel seht, lernt ihr viel und könnt etwas daraus machen."



Benyamin
Steinmetz

"Ich möchte die Tradition meiner Familie fortführen."


Benyamin (23) kam 2010 nach Deutschland und hatte seine Zukunft genau vor Augen. Steinmetz zu werden, war schon seitdem er klein war sein großer Traum. Denn auch der Vater und Großvater arbeiteten als leiden­schaftliche Steinmetze – zunächst in Afghanistan und später dann im Iran. Er wollte nichts anderes lernen als Steinmetz.


In seiner Ausbildung lernte er solide Grundlagen des Berufs: Arbeiten mit alten Werkzeugen, so zum Beispiel mit einem Schlageisen aber auch moderner Technik. "Mit einer Ausbildung in Deutschland kann ich überall auf der Welt als Steinmetz arbeiten."



Anna
Modistin

„Es war Liebe auf den ersten Blick.“


Direkt nach dem Abitur wollte Anna studieren. In der Vorbereitung auf das Produktdesign-Studium wurde ihr jedoch klar, dass ihr der Praxisbezug fehlen würde. Es wäre auf viel Computerarbeit hinausgelaufen. Etwas selber fertigen und Ergebnisse in den Händen halten – das wollte Anna. Als Modistin macht sie Menschen mit Hüten glücklich und kann kreativ sein.


Durch Zufall wurde Anna auf den Beruf aufmerksam. Sie absolvierte ein zweimonatiges Praktikum in ihrem jetzigen Betrieb und das war wie Liebe auf den ersten Blick. Anna spürte: „Das ist genau das, was mich erfüllt. Jetzt habe ich tatsächlich das gefunden, was ich machen möchte.“



Martin Pelzer
Tischler

„Der Werkstoff Holz würde mir fehlen.”


Die Hälfte der Möbel in seiner Wohnung hat Martin selbst gebaut – darauf ist er stolz. Durch ein Schülerpraktikum kam er auf den Geschmack und beschloss, eine Ausbildung zum Tischler zu absolvieren.


„Ich brauche im Grunde nur einen Zettel mit einer groben Skizze und kann ein Möbelstück bauen. Es freut mich zu sehen, dass die Vorstellung, die ich umgesetzt habe, sich bewährt.“


Martin ist mit seinem Beruf sehr glücklich. Als Tischler kann er kreativ arbeiten, eigene Ideen umsetzen und ist auch körperlich ausgelastet.



​Robert Schneider
Fahrzeuglackierer

„Der Lack muss perfekt sein.“


Robert ist Fahrzeuglackierer. Über einen Bekannten absolvierte Robert ein Praktikum und entschied sich für die Ausbildung. Während viele Andere immer noch studieren und nicht wissen, was sie machen wollen, verdiente er von Anfang an eigenes Geld.


Der Beruf macht einfach Spaß, ist vielseitig und bietet viele Möglichkeiten – Lackvorbereitungen, Lackierungen oder das Finish. Und die Perspektiven für Fahrzeuglackierer sind gut: Autos wird es immer geben. Grundvoraussetzung ist natürlich Interesse an Fahrzeugen und Farben. Außerdem sollte man Fingerspitzengefühl mitbringen und bei der Arbeit penibel sein.