„Kein Diplom, aber dafür glücklich.“

Goldschmiedin

Sara Pukall

Warum schmeißt man kurz vor dem Diplom ein Studium hin? Um das zu werden, was man schon immer sein wollte. Sara Pukalls Berufung war Goldschmiedin und ihr Schlüssel zum persönlichen Glück. Gut, dass sie am Ende ganz auf sich gehört hat.

Interview

Du wolltest als Jugendliche schon Goldschmiedin werden?
Ja. Es war mein Traum, handwerklich zu arbeiten. Ich hatte an der Volkshochschule mehrere Goldschmiedekurse belegt – das hatte mir Spaß gemacht.

Und trotzdem hast du nach dem Abitur studiert. Warum?
Ich stamme aus einer Akademiker-Familie: Meine Eltern und meine beiden Geschwister haben studiert. Da stand es außer Frage, an die Universität zu gehen.

Wie lief es dann da ab?
Zuerst habe ich Kunstgeschichte studiert. Nach vier Semestern habe ich festgestellt, dass mir etwas fehlt. Daher habe ich das Studienfach gewechselt, BWL. Ich bin auch sehr weit gekommen. Am Ende fehlten mir nur noch ein Leistungsnachweis und die Diplomarbeit.

Trotzdem hast du kurz vor dem Diplom abgebrochen?
Ja, Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, welchen Beruf ich mit dem BWL-Studium ausübe und wie es weitergehen sollte. Für mich ist die Mischung aus Kreativität und Praxis wichtig, Die habe ich erst als Goldschmiedin gefunden.

Und mit dieser Berufswahl bist du jetzt glücklich?
Absolut. Das Schaffen von Dingen, die gebraucht werden, fühlt sich toll an. Ich kann kreativ sein und Schmuck schmieden, an dem andere Menschen Freude haben. Das Gefühl, wenn etwas, das ich selbst gefertigt habe, gut aussieht, ist außerdem unbeschreiblich. Ich hab hier also meins gefunden.

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