5. April 2016

„Die Aussicht auf einen Bürojob gefiel mir nicht.“

„Ich hab was Besseres vor“: Ab 5. April ruft das Handwerk Jugendliche mit neuen Motiven und einem Film dazu auf, sich mit Fragen rund um ihre Berufswahl auseinander zu setzen.


Berlin, 5. April 2016 – Fahrzeuglackierer Robert Schneider wusste am Ende der Schulzeit nicht, welchen Beruf er ergreifen sollte. „Dann bekam ich einen Praktikumsplatz in meinem jetzigen Betrieb, und die Arbeit machte mir gleich großen Spaß. Während viele Andere noch studieren und nicht wissen, was sie machen wollen, habe ich von Anfang an mein eigenes Geld verdient.“ Johannes Schroeter-Behrens hatte ein abgeschlossenes Studium in der Tasche. Dann machte er eine Ausbildung zum Stuckateur: „Als Diplom-Prähistoriker hätte ich hauptsächlich am Computer gesessen. Etwas Handwerkliches passt besser zu mir.“ Und Vanessa Sell hat als Sattlerin ihr Hobby zum Beruf gemacht: „An meinem Beruf liebe ich, dass ich kreativ sein kann.“


Die Berufswahl stellt junge Menschen vor eine große Herausforderung. Viele wissen nicht, wo ihre Stärken und wirklichen Interessen liegen. „Jugendliche stehen in der Berufsfindungsphase oft unter großem Druck”, so Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks e. V. (ZDH). „Wir möchten mit ihnen darüber ins Gespräch kommen, was sie sich für ihre berufliche Zukunft wünschen und sie ermutigen, ihren eigenen Interessen zu folgen.”


Unter dem Motto „Ich hab was Besseres vor“ zeigt das Handwerk Jugendlichen, dass sie in handwerklichen Berufen viel erreichen können. Um die Diskussion mit und unter jungen Menschen anzustoßen, sind die neuen Motive ab 5. April bundesweit auf Plakaten, auf Bussen sowie auf Bannern einer Online- und Mobile-Kampagne zu sehen.


Mit Sprüchen wie „Träume unter Akten begraben? Ich hab was Besseres vor“ werden Vorteile einer handwerklichen Ausbildung hervorgehoben. Die Motive vermitteln eine authentische Vorstellung von der Arbeit im Handwerk – Robert Schneider, Johannes Schroeter-Behrens, Vanessa Sell sowie weitere Junghandwerker standen für die Kampagne in ihren Werkstätten vor der Kamera.


Ein neuer Film greift ebenfalls das Motto „Ich hab was Besseres vor“ auf: Ein junger Mann wird in einen „Schreibtisch-Beruf“ gedrängt. Sein Umfeld zerrt so sehr an ihm, dass sein Anzug reißt. Zum Vorschein kommt, was eigentlich in ihm steckt – ein Handwerker. Der Film ist auf Infoscreens an U- und S-Bahnhöfen sowie im Internet zu sehen.


Porträts der Junghandwerker mit Bildmaterial hier.


Weitere Informationen unter www.handwerk.de.


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